Infolge der Abbaumaßnahmen der Grube Ensdorf traten in den Jahren 1982/83 erste Schäden an der Obersalbacher Kirche auf.
Eine tektonische Störung verlief diagonal unter der Kirche und verursachte zunächst den Totalschaden an den hier genutzten Räumen.
Als Ersatz für diese Räume und vorsorglich als Ausweichmöglichkeit für den evtl. vorübergehend nicht mehr nutzbaren Kirchenraum erstellte sich die Dorfgemeinschaft unter der Leitung des Kapellenbauvereins in fast vollständiger Eigenleistung das Dorfgemeinschaftshaus.
Schon zu diesem Zeitpunkt wurden von den Fachleuten des Bergbaues hinsichtlich der Bausubstanz der Kirche zwei Varianten diskutiert:
a) aufwendige Sanierung des bestehenden Bauwerkes ohne Garantie aufandauernde Wirksamkeit
b) Neubau einer Kirche an anderer Stelle im Dorf.
Nach Abwägung aller Argumente kam man zu dem Ergebnis, eine neue Kirche zu bauen und das bestehende Bauwerk aufzugeben. Im Januar 1995 wurde ein beschränkter Architektenwettbewerb ausgeschrieben. Am 20. April 1995 wurde der Entwurf der Architektengemeinschaft Alt & Britz von den Obersalbacher Bürgern mit großer Mehrheit angenommen. Die Architekten gingen mit großem Elan an die Ausführungsplanungen, sodaß im Mai 1995 mit den Gründungsarbeiten begonnen und der Grundstein im Rahmen des Erntedankfestes am 6. Oktober 1995 gelegt werden konnte. Am 24.5.1998 konnte die neue Kirche in einer feierlichen Zermonie geweiht werden.
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